Dienstag, 30. Juni 2009

Arbeitslos und Spaß dabei

Jenen Sponti-Spruch aus der Anarcho-Punk-Ära der 1980er haben sich in den USA einige frischgebackene Arbeitslose auf die Fahnen geschrieben. "Funemployment" lautet die Devise.

Ehe jetzt einige unter Ihnen vor Empörung aufschreien, das viel zu hohe ALG hierzulande bekritteln und süffisant einwerfen, dass Hartz-IV-Empfänger/innen jene Bewegung eher mit Kopfschütteln abtun werden, halten Sie bitte einen Moment inne.

In dem Artikel geht es um gut ausgebildete, ehemals gut verdienende Singles, die das Glück haben, nur für sich allein verantwortlich zu sein, keinen monatlichen Berg an Fixkosten zu bewältigen haben und die vorübergehende Arbeitslosigkeit lediglich als "Kreativpause" sehen, bevor sie sich in eine neue Tätigkeit begeben. Auf diese Weise habe jedenfalls ich diesen Artikel aufgefasst, und genau so versuche ich auch, meine eigene Arbeitslosigkeit zu verstehen: als Kreativpause. Die Anführungszeichen lasse ich an dieser Stelle ganz bewusst weg.

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